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Wissenswertes

Zahngesundheit  bei Hunden - nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Entstehung von Zahnstein:
Im Alter von sechs bis sieben Monaten ist das bleibende Hundegebiss vollständig entwickelt. Ohne Zahnpflege ensteht unsichtbarer Zahnbelag, sogenannter Plaque. Lagert sich dann Kalzium aus dem Speichel ein, so mineralisiert der Belag und es bildet sich Zahnstein. Zahnstein ist hart, gelb-, ocker- oder braunfarben, gut sichtbar und haftet zuerst an der Außenfläche der Fang- und Backenzähne.

Folgen von Zahnstein:
Zahnstein ist eine gute Basis für Bakterien. Sie können sich hier immer weiter vermehren, wodurch Entzündungen des Zahnfleisches entstehen, welche durch eine deutlich sichtbare Rötung zu erkennen sind. Diese Zahnfleischentzündungen wandern den Zahn entlang bis zur Wurzel, die dann auch angegriffen wird. Der Zahn lockert sich und das Tier hat Zahnschmerzen. Hinzu kommt der übel riechende Atem der von uns Menschen als unangenehm empfunden wird.

Zahnpflegemaßnahmen:
Zähne sollten bei Hunden mit einer entsprechenden Zahnbürste und Zahnpasta zweimal in der Woche geputzt werden. Es ist mit Abstand die wirksamste Methode, zur Vorbeugung und Bekämpfung von Zahnstein.
Die Zähne werden bei geschlossenem Fang geputzt, so kann man alle Außenflächen der Zähne säubern, wichtig sind Fang- und Backenzähne.
Auch wenn Welpen schöne weiße Zähne haben, sollte man sobald das bleibende Gebiss vohanden ist,  spielerisch das Tier an den Vorgang des Zähneputzens gewöhnen. Wichitg sind dabei Belohnungen nach dem Zähneputzen. So gehört das Zähneputzen schnell zum Alltag und beudeutet keinen Stress für Tier und Besitzer.

Regelmäßige Kontrollen des Gebisses und der Maulhöle sind wichtig! Sehen sie Ihrem Vierbeiner ins Maul: Hat er gelbe, fleckige Zähne? Hat er schlechten Atem? Ist das Zahnfleisch gerötet oder geschwollen? Gibt es Zähne, die sich auf leichten Druck hin bewegen? Es empfiehlt sich außerdem die Zähne alle sechs bis zwölf Monate, wie es zum Beispiel der Tierarzt bei der jährlichen Impfung macht, kontrollieren zu lassen.

Sind die Zähne so stark mit Zahnstein befallen, empfiehlt es sich auch bei älteren Hunden eine Zahnsanierung in Narkose durchzuführen. Hierbei werden alle Zähne mit speziellen Instrumenten und per Ultraschall gereinigt. Lockere Zähne, die nicht erhalten bleiben können, werden gezogen. Nach solch einer Zahnsanierung geht es dem Hund und auch der Katze viel besser und sie fressen wieder gerne.

Investieren Sie fünf Minuten pro Tag und ersparen Sie so Ihrem Vierbeiner unnötige Schmerzen und eine mögliche Narkose. Sie haben mehr Freude an einem gesunden Tier, das  lange Zeit an Ihrer Seite lebt.